| Brennprobe Die
Brennprobe wird verwendet um die
Eigenschaften eines Faserstoffes zu
bestimmen. Sie ist nicht verläßlich,
wenn es um die exakte Bestimmung einer
Faser geht, die nicht bekannt ist. Dies
geht nur durch eine
Elektronenmikroskop-Analyse. Die
Brennprobe kann aber wichtige erste
Hinweise geben, ob es sich z.B. um eine
tierische oder pflanzliche Naturfaser
handelt.
Bei der Brennprobe ist folgendes zu
beachten: Nur mit einer Kerze
durchführen. Der Phosphor eines
Streichholzes oder das Gas eines
Feuerzeuges kann zu
Geruchsverfälschungen führen. Immer
eine Pinzette verwenden und verbrennen
Sie nicht zu viel Material auf einmal.
Außerdem sollten Sie die Ware zu einem
festen Gebilde zusammenfügen, z.B. zu
einer Kordel.
Halten Sie das Material vor die
Flamme, noch nicht in die Flamme und
beobachten Sie was passiert. Brennt es,
schmiltzt es, zieht es sich vor der Hitze
zurück, brennt es schon, brennt es noch
nicht?
Nun halten Sie das Material in die
Flamme und notieren Sie folgendes. Brennt
es, brennt es nicht? Welche Farbe hat die
Flamme? Ist es eine ruhige oder
flackernde Flamme? Rußt die Flamme?
Was passiert, wenn Sie den Rohstoff
wieder aus Flamme ziehen? Brennt der
Rohstoff weiter oder erlischt die Flamme?
Welchen Geruch nehmen Sie wahr?
Welcher Rückstand bleibt zurück?
Beachten Sie dabei die Optik, Farbe,
Größe und das Gefühl zwischen den
Fingern des Rückstandes.
Die Grenzen der Brennprobe liegen bei
gleichen Grundsubstanzen verschieder
Fasern [z.B.
Zellulose oder Eiweiß]. Außerdem kann
man keine Qualitätsunterschiede eines
Rohstoffes ermitteln [z.B. bei Wolle:
Ist es Crossbred oder Merino Wolle] und bei
Fasermischungen.
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